ASB-Magazin Ausgabe Juni 2022

Gesprächskonzepte erarbeiten. Die Beschäftigungsangebote reichen vom Geschichtenerzählen und Singen übers Vorlesen bis zum Austausch aktueller Alltagsthemen. Dazu gehört für Anette Witt, dass Pflegeeinrichtungen gut ausgestattet und Hilfs- und Sportmittel in ausreichender Menge vorhanden sind, so wie beim ASB Butzbach. Denn nur mit einer guten Ausstattung kann das Personal den Tag für die Pflegebedürftigen optimal gestalten. „Das Ziel meiner Arbeit ist es, dass unsere Tagesgäste abends den Tag Revue passieren lassen und sagen: ‚Ach, war das wieder schön in der Tagespflege‘“, sagt sie. Kiara Klapperichs Kindheitstraum wurde wahr Am 1. März dieses Jahres hat sie ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft beim ASB in Flensburg begonnen. Bevor sich die 17-Jährige für den ASB und die ambulante Pflegeeinrichtung entschieden hat, nutzte sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), um vorab einen Einblick in den Beruf und die Einrichtung zu erhalten. Anfang dachte ich, ich schaffe das mit der Schule und dem Sprachkurs nicht. Aber ich wollte es schaffen und es gut machen“, sagt Michael Saidykhan und fügt hinzu: „Es war schon immer mein Traum, im Gesundheitsbereich zu arbeiten und den Menschen zu helfen.“ Beim ASB hat Michael Saidykhan besonders das familiäre und vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Pflegekräften und den Pflegebedürftigen gefallen. Neben Saidykhan arbeiten weitere Pflegekräfte mit Migrationshintergrund in der Einrichtung – ganz selbstverständlich. Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit hat er hier nicht erlebt. Michael Saidykhan hat bereits Pläne für die Zukunft, er möchte Gesundheitsmanagement an einer Hochschule studieren, doch bis es so weit ist, muss er noch zwei Jahre Berufserfahrung in der Pflege sammeln. Die Arbeit als Pflegefachkraft bedeutet Saidykhan sehr viel und er betont: „Die Dankbarkeit ist unglaublich – wenn man einen Menschen behandelt, der Schmerzen hat, und diese gelindert werden können, dann ist das unbezahlbar.“ „Ein Kindheitstraum wurde wahr“, sagt Klara heute, wenn sie über den Pflegeberuf und ihre Ausbildung im ambulanten Pflegedienst spricht. Insbesondere die Abwechslung bei ihren Fahrten, die unterschiedlichen Pflegebedürftigen und die Teamstimmung begeistern sie täglich. Sie möchte die Ausbildung bestmöglich abschließen und sich anschließend zur Pflegedienstleitung (PDL) weiterbilden – bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Als besonders erfüllend empfindet Kiara die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. „Oft denkt man, dass man in der Pflege nur mit alten Menschen arbeitet, aber auch die Betreuung und Pflege junger Menschen gehören dazu.“ Zukunftsperspektiven für Michael Saidykhan Als 18-Jähriger floh er alleine aus Gambia nach Deutschland. 2018 begann Michael sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in einer Pflegeeinrichtung des ASB in Merklingen, 30 Kilometer von Ulm entfernt. Parallel zum FSJ lernte er Deutsch, bevor seine Ausbildung in der Pflegeeinrichtung begann. „Am JAN WEISBROD Anette Witt, stellv. Pflegedienstleitung der ASB-Tagespflege in Butzbach. Kiara Klapperich, Auszubildende im ambulanten Pflegedienst beim ASB SchleswigFlensburg. Michael Saidykhan, Pflegefachkraft beim ASB Alb & Stauferland in Merklingen. 15 2 / 2022 ASB Magazin

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