ASB-Magazin Ausgabe Dezember 2022

zeigen, dass Nachhaltigkeit und Klimaneutralität Themen sind, die auch in den Wohlfahrtsverbänden eine Rolle spielen. Reduzierung des Energieverbrauchs Auch der ASB Riesa in Sachsen setzt in seinen Einrichtungen auf Umweltschutz und Energiereduzierung. „Erste Maßnahmen haben wir bereits 2009 umgesetzt und unsere gasbetriebenen Heizungen auf Brennwerttechnik umgestellt. So können wir rund 20 Prozent Gas einsparen“, erzählt Geschäftsführer Andreas Krüger. Durch die Umstellung von Fernwärme auf Gasbrennwerttechnik sind die Heizkosten beispielsweis im Pflegeheim Gröditz von 110.000 Euro auf rund 55.000 Euro gesunken. Um Strom zu sparen, wurden die meisten Heizungspumpen in den Kita-Einrichtungen und im Mehrgenerationenhaus gegen Effizienzpumpen ausgetauscht. Die Umstellung der übrigen Pumpen ist in Arbeit. Die Pflegeheime in Nossen und Gröditz wurden mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet, ebenso das Katschutzzentrum Lichtensee. Letzteres umfasst auch ein Technik- und Ausrüstungslager mit Notstromgeneratoren, Pumpen, Heizgeräten und Ähnlichem, wovon ein Großteil letztes Jahr nach der verheerenden Flut ins Ahrtal geliefert wurde. „Wir haben die Dachflächen unserer Pflegeheime für den Betrieb einer Fotovoltaikanlage vermietet. Der produzierte Strom wird von unseren Pflegeheimen genutzt, wobei wir bei den Kosten eine langfristige Preisbindung bis 2032 haben“, berichtet Andreas Krüger. „Ein weiterer wichtiger Schritt war die Spannungsreduzierung in den Pflegeheimen von 240 auf 216 bis 220 Volt“, so der ASB-Geschäftsführer weiter. Das bringe eine Ersparnis von neun bis zehn Prozent und habe auch Auswirkungen auf die Neonröhren im Gebäude, die weniger oft kaputtgehen. Zudem wurden die Leuchtmittel im Pflegeheim Gröditz auf LED-Lampen umgestellt, um Energie zu sparen. „Wir haben geschaut, was in der aktuellen Situation noch umsetzbar ist“, erzählt Andreas Krüger. So wurde die Temperatur des Warmwasserspeichers in den Pflegeheimen und Kindereinrichtungen auf 60 Grad eingestellt. Einmal wöchentlich wird das Wasser nachts für zwei Stunden auf 75 Grad erhitzt. Zusätzlich wurde der Wassermengendurchfluss auf sechs Liter pro Minute in den Duschen der Pflegeheime, in den Tagespflegen und Kitas begrenzt, wodurch sich ein Drittel des Warmwasserverbrauchs einsparen lässt. In den Pflegeheimen wurden feste Badezeiten eingeführt und die Raumtemperaturen tagsüber liegen bei 23 Grad. Büroräume werden über elektronische Thermostatventile gesteuert. Die Fahrzeugflotte im Pflegedienst wurde umgestellt auf hybride Alternativen mit einer Garantiezeit von fünf beziehungsweise zehn Jahren, um den Kraftstoffverbrauch zu senken. Im Pflegeheim Nossen wurde der Elektroherd gegen einen Induktionsherd ausgetauscht. „Wichtig bei all diesen Ansätzen ist es, die Mitarbeitenden mit ins Boot zu holen und ihnen auch die Wichtigkeit der Einsparungen zu vermitteln“, weiß Andreas Krüger. Das klappe in seinen Einrichtungen sehr gut. Viele der ASB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter setzen entsprechende Maßnahmen mittlerweile auch für sich privat um. Diese Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, auch im ASB Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit zu übernehmen. „Dadurch leisten wir einen aktiven Beitrag zur Sicherung der Lebensgrundlagen und damit auch für die Zukunft unseres Verbandes. Nur gemeinsam können wir den Herausforderungen unserer Zeit begegnen“, ist ASBHauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller überzeugt. NADINE KOBERSTEIN Im Notfall sind die Rettungskräfte des ASB auch per Fahrradstaffel zuverlässig und klimafreundlich unterwegs zur Einsatzstelle. 8 4 / 2022 ASB Magazin

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